
Einige Grundlagen zur Erstellung des Stadtmodells von Theo Giesen sind hier aufgeführt. Giesen nutzte einschlägige Literatur und insbesondere den Kupferstich von Arnold Mercator – der jedoch nur eine Schrägansicht bietet. Den dahinterliegenden Bereich recherchierte Giesen mit Hilfe von zeitgenössischen Zeichnungen und weiteren Aufzeichnungen aus dem Stadtarchiv Köln.
Das Köln Stadtmodell von Theo Giesen zeigt die Stadt Köln im Jahr 1571, wie sie zu dieser Zeit ausgesehen hat. Das Modell bietet eine detaillierte Darstellung der Stadtmauern, Tore, Kirchen, Wohnhäuser und anderer wichtiger Gebäude, die in dieser Epoche in Köln vorhanden waren. Das Stadtmodell ist daher nicht nur ein Kunstwerk, sondern auch ein wichtiges historisches Dokument, das Einblicke in die Stadtgeschichte von Köln bietet.




Weitere dokumentierte Arbeitsmaterialien zur Enstehung des Stadtmodells









Historische Karten – heute digital verfügbar gemacht:










Wir freuen uns auf die im Dezember 2020 vereinbarte Kooperation mit dem Kölner Verein CompGen e.V. Projekt „ALTES KÖLN“, die unsere fotografische Dokumentation des Giesen-Stadtmodells-Köln – erstellt von dem Fotografen Bernd Pirschtat als Grundlage für die Visualisierung im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Arbeiten einsetzt. Der Fortgang der Arbeiten ist unter dem Link hier zu finden.
Headings
- – Germany–North Rhine-Westphalia–Cologne
- – 1571
- – Aerial views
- – Antiquities
- – Cities and towns
- – Description and travel
- – Holy Roman Empire
- – Rhine River
- – Rome
Theo Giesen (1922-1990) war im Köln der Nachkriegszeit eine der prägenden Säulen der klassischen Orchestermusik:
- Doppelrolle als Erster Konzertmeister: Vor seiner langen WDR-Karriere hatte er bereits die renommierte Position des 1. Konzertmeisters beim traditionsreichen Gürzenich-Orchester inne. Als der NWDR (später WDR) 1947 sein eigenes Orchester formierte, wechselte er an dessen Spitze. [1, 2]
- Die entbehrungsreichen Anfangsjahre: In den WDR-Chroniken wird berichtet, wie Giesen das neu gegründete Orchester ab 1947 unter schwierigsten Bedingungen anführte. Weil Probenräume im zerstörten Köln fehlten (selbst ein Kino in Bickendorf war zu klein), probte er mit dem Ensemble im beheizten Feierabendheim der Bayer-Werke in Leverkusen. Am 8. Oktober 1951 führte er das Orchester als Konzertmeister zur feierlichen Einweihung des neuen großen Sendesaals im Funkhaus am Wallrafplatz (unter der Leitung von Igor Strawinsky). [1]
- Kölner Kammerorchester & Cäcilia Wolkenburg: Historische Dokumente um 1940 belegen zudem frühe Engagements im Kölner Kammerorchester unter Erick Kraak. Später führte er im Archiv der Kölner Karnevalsgesellschaft Kölner Männer-Gesang-Verein (KMGV) das Orchester der bekannten Bühnenspiele („Divertissementchen“) als Konzertmeister an (u. a. nachweisbar bei der Produktion „Olympisch För“ von 1984). [1, 2]
Diskografie & Erwähnungen in Kritiken
In Musikarchiven existieren diverse historische Aufnahmen, die Giesens präzises Solospiel dokumentieren:
- Unter Joseph Keilberth: Auf historischen Einspielungen (wiederveröffentlicht auf CD) des Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchesters ist Giesen als Solo-Violinist an der Seite von Größen wie der Sopranistin Agnes Giebel oder dem Organisten Anton Heiller zu hören (u. a. bei Werken von Heinrich Kaminski und Karl Höller).
- Unter Hans Rosbaud (Gustav Mahler-Archiv): In den Archiven der Gustav-Mahler-Gesellschaft wird eine historische Aufnahme von „Das Lied von der Erde“ unter dem Dirigenten Hans Rosbaud gerühmt. Die Musikkritik hebt Giesens Leistung explizit hervor: „Die Leistung des Orchesters, angeführt vom legendären Konzertmeister Theo Giesen, ist untadelig; Giesen glänzt auch mit seinen Soli, am bestechendsten die den Trunkenen im Frühling umschmeichelnde Passage, tonschön ‚zart hervortretend‘.“