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STÄNDIGE SAMMLUNG MMKM WIRD STETS ERWEITERT

SAMMLUNG RUHRPREISTRÄGERINNEN und RUHRPREISTRÄGER (Bildende Kunst) im MMKM – Ruhrstraße 3

Logo der Sammlung im MMKM: Klaus Wiesel
Beispiel aus der „Ständigen Sammlung RUHRPREISTRÄGER BILDENDE KUNST“ im MMKM Museum Moderne Kunst Mülheim: Helmut Lankhorst (1909-1979), Ruhrpreisträger 1963, „Stadthafen“ Öl auf Leinwand, signiert & datiert 1955, ca. 85 x 73 cm

Alles hat seine Zeit – unsere Sammlung der Ruhrpreisträgerinnen und Ruhrpreisträger wächst stetig – hier eine aktualisierte Übersicht (In der Sammlung des MMKM vorhanden Kunstwerke alle Namen in kursiver Schrift – 20 Jahre wurde übrigens kein Preis für Bildende Kunst vergeben!)

Auch ist bereits ein Werk des aktuellen Ruhrpreisträgers 2023 Matthias Meyer in der Sammlung des MMKM Museum Moderne Kunst Mülheim an der Ruhrstraße 3 enthalten.


Carl Altena (1894-1971), Ruhrpreisträger 1962, „Ulanen“ , Gouache auf Zeichenpapier, ca. 30 x 30 cm, signiert
  • 1962: Heinrich Siepmann (Maler) *), Carl Altena (Maler), Ernst Rasche (Bildhauer und Zeichner)
  • 1963: Johannes Geccelli (Maler) *), Daniel Traub (Maler), Peter Könitz (Bildhauer), Otto Georg Liebsch (Künstler)
  • 1964 kein Preis für Bildende Kunst
  • 1965 Otto Pankok (Maler)  
  • 1966: Günther Binding (Kunsthistoriker), Roselies Sosczja Donajkowski (Bildhauerin)
  • 1967: kein Preis für Bildende Kunst 
  • 1968: Helmut Lankhorst (Maler), Karlheinz Netzewitz (Maler), Gerd Adelmann (Bildhauer)
  • 1969: Christian Rickert (Maler)
  • 1970: kein Preis für Bildende Kunst 
  • 1971: kein Preis für Bildende Kunst
  • 1972:  Wilfried Brands (Grafiker)
  • 1973: kein Preis für Bildende Kunst
  • 1974: Dore O. (Filmmacherein), Werner Nekes (Filmregisseur)
  • 1975: Peter Könitz (Bildhauer), Werner Merzhäuser (Grafiker), Friedebert Reihl (Grafiker)
  • 1976: Werner Graeff (Künstler)
  • 1977: kein Preis für Bildende Kunst
  • 1978: Peter Thoms (Maler), Norbert Stockem (Grafiker)
  • 1979: Hermann Prüßmann (Maler), Rainer Komers (Filmemacher)
  • 1980: Karl Prasse (Künstler)
  • 1981: Klaus Florian (Grafiker) *)
  • 1982: Uwe-Dieter Bleil (Maler) *)
  • 1983: kein Preis für Bildende Kunst
  • 1984: Erik Mälzner (Maler u. Grafiker)
  • 1985: Georg Weber (Bildhauer)
  • 1986: kein Preis für Bildende Kunst
  • 1987: kein Preis für Bildende Kunst
  • 1988: kein Preis für Bildende Kunst
  • 1989: kein Preis für Bildende Kunst
  • 1990: kein Preis für Bildende Kunst
  • 1991: Hendrik Dorgathen (Illustrator) *)
  • 1992: Dorothee Golz (Bildhauerin) *)
  • 1993: kein Preis für Bildende Kunst
  • 1994: kein Preis für Bildende Kunst
  • 1995: Christoph Rasche (Bühnenbildner)
  • 1996: Alice Könitz (Bildhauerin) *)
  • 1997: Evelyn Serwotke (Fotografin)
  • 1998: Lubo Laco (Fotograf)
  • 1999: erneut Dorothee Golz (Bildhauerin) *)
  • 2000: kein Preis für Bildende Kunst
  • 2001: Ralf Raßloff (Fotograf) *)
  • 2002: Ilse Otten (Bildhauerin)
  • 2003: Gralf-Edzard Habben (Bühnenbildner), Jobst Moritz Pankok (Künstler)
  • 2004: Martin Goppelsröder (Maler)
  • 2005: kein Preis für Bildende Kunst
  • 2006: Rainer Komers (Regisseur)
  • 2007: kein Preis für Bildende Kunst
  • 2008: kein Preis für Bildende Kunst
  • 2009: Heiner Schmitz (Fotograf) in unserer Sammlung befindet sich eine Skulptur des Künstlers
  • 2010: Klaus Geldmacher (Objektkünstler) *)
  • 2011: Uli Hanisch (Szenenbildner)
  • 2012: kein Preis für Bildende Kunst
  • 2013: Eberhard Ross (Maler) *)
  • 2014: Michael Kerstgens (Fotograf)
  • 2015: kein Preis für Bildende Kunst
  • 2016: Sven Piayda (bildender Künstler)
  • 2017: Klaus Urbons (bildender Künstler)
  • 2018: kein Preis für Bildende Kunst
  • 2019: Ursula Graeff-Hirsch (bildende Künstlerin)
  • 2020: Dirk Hupe (bildender Künstler) *)
  • 2021: Dirk Salz (Bildender Künstler) *)
  • 2022: Alexander Voss (Bildender Künstler) *)
  • 2023: Matthias Meyer (bildender Künstler) *)

Legende: Name kursiv = bereits in der Sammlung des MMKM vorhanden/ *) VG Bild-Kunst, Bonn verwaltet die Rechte des Kunstschaffenden (Abbildungen dieser Kunstschaffenden veröffentlichen wir nur während der zulässigen Ausstellungs-Schutzfristen und löschen die Bilder hier automatisch bzw. machen diese unkenntlich)

Zeichnung von Ernst Rasche, Ruhrpreisträger 1962 im MMKM Museum Moderne Kunst Mülheim an der Ruhr(straße 3)
Radierung von Hermann Prüßmann, Ruhrpreisträger 1979 – Ständige Sammlung Kunstmuseum MMKM Mülheim
Helmut Lankhorst „Kirmeswagen“, 1949 60x45cm Gouache / Tusche auf Malerkarton

Johannes Geccelli Ruhrpreisträger 1963

Im Depot des MMKM

Johannes Geccelli, geboren am 14. Oktober 1925 in Königsberg, gestorben am 23. Juni 2011 in Jühnsdorf (Teltow-Fläming bei Berlin)

Am 14. Oktober 2025 wäre Johannes Geccelli 100 Jahre alt geworden. Es gilt, an einen Künstler zu erinnern, der ein für die Nachkriegsmoderne in Deutschland charakteristisches Werk geschaffen hat, wenngleich seine Stellung in vielfacher Hinsicht solitär blieb. Geccelli konzentrierte sich auf die Möglichkeiten, allein aus der Farbe heraus zu gestalten. Damit war er Teil der Bewegung der Farbfeldmalerei, der international so bedeutende Künstler wie Barnett Newman oder Mark Rothko angehörten – und in Deutschland Künstler wie Gotthard Graubner oder Rupprecht Geiger. Zugleich aber blieb die menschliche Figur ein wichtiger Bezugspunkt in seinem Werk. Seine Menschengestalten sind jedoch isolierte, flüchtige „Erscheinungen oder Entschwindungen“ (Jean Paul Sartre über die Skulpturen von Alberto Giacometti) in der Tradition des Existenzialismus: Geccelli abstrahierte die Menschenfigur zu einem „Riß“ oder Spalt inmitten seiner Farbflächen oder lässt sie nur noch hinter einem Farbschatten oder einer Farbverdichtung erahnen.

In dem Aquarell „Körper in Blau“ variiert Geccelli die Idee des „verschwindenden“, nur in seinen Spuren anwesenden Menschen. Indem er auf dem Blatt oben und unten jeweils einen Streifen frei lässt und einen zarten, lasierend-graublauen Fond schafft, wirkt dieser wie ein Tuch, auf dem das eigentliche Motiv dargestellt ist. Schemenhaft ist in der Farbe Blau, der Farbe der Transzendenz, eine doppelte menschliche Figur angedeutet – wie der Abdruck eines menschlichen Körpers.

Was vom Menschen(bild) bleibt, ist bei Geccelli mithin nur noch eine Farberscheinung, und so verbürgt das Tuch mit dem „Riß“ in der Mitte und den konturlosen Körperschatten zwar die Existenz des Menschen, ist aber zugleich Ausdruck seiner Vergänglichkeit und seiner existentiellen Gefährdung – Geccelli hat diesem Gedanken in seinem Aquarell eine seltene Eindringlichkeit verliehen, poetisch und beängstigend zugleich.

Die Arbeit gehört zu den ersten Werken, die 1968 von dem Abgeordneten Professor Gustav Stein als Grundstock für die Kunstsammlung des Deutschen Bundestages bei der Galerie Rudolf Zwirner in Köln erworben wurden.

Text: Andreas Kaernbach, Kurator der Kunstsammlung des Deutschen Bundestages

*) Werke von Mitgliedern der VG Bild-Kunst, Bonn werden nur im Rahmen der Ausstellungszeiten auf dieser Webseite gezeigt.

Von artnews

KuMuMü = Kulturmuseum Mülheim
GadR = Galerie an der Ruhr
ALIV = Alexander Ivo
MMKM = Museum Moderne Kunst Mülheim
KKRR = Kunstverein und Kunstförderverein Rhein-Ruhr
MKB = Mülheimer Künstler*innenbund